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Pictures from Apulien 2010

Apulien 2010

Reiseberichte vom Absatz des italienischen Stiefels

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Sun
15
Aug '10

Fotos aus Apulien

Ich hab mich heute den Nachmittag mal rangesetzt, die Bilder aus Apulien, die ich so mit meiner Digicam geschossen habe, durchzuschauen und zu bearbeiten, und hab die resultierenden, halbwegs herzeigbaren Bilder in diesem Album zusammengestellt. Viel Spaß beim Durchklicken!

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Fri
13
Aug '10

Das Ende einer Reise

Nun geht sie also zu Ende, meine Reise durch Apulien. Schön war’s, sehr schön sogar, ich hab Orte gesehen und Dinge erlebt, die ich nicht auch nur im geringsten für möglich gehalten hätte.

Mehr Bilder von der Reise werden bald nachgereicht, ebenso eine Liste von “Do”s und “Don’t”s, von Empfehlungen und Warnungen, basierend auf den Erfahrungen, die ich so gemacht habe hier im Süden von Italien.

Um 12:40 geht dann mein Flug, der mich zuerst nach Mailand, und dann über Amsterdam zurück nach Berlin führen wird. Lange und anstrengend wird sie wieder werden, zumindest wird aber der letzte Flug nicht ganz so langweilig werden. ;-) (und nein, das ist keine Anspielung auf in den Niederlanden entkriminalisierte Drogen, falls jemand ganz lustig sein will). Jetzt aber schnell…

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Thu
12
Aug '10

Am Strand von Torre Chianca

Am selben Tag, an dem ich in Gallipoli war, wurde ich von ein paar Freunden eingeladen, am Abend an einen Strand mitzukommen, dort ein Lagerfeuer zu machen, zu campen, und was zu trinken. Ich fand die Idee großartig, und nachdem der Tag bisher nicht so der Knaller war, sagte ich sofort zu.

Relativ spät (1 in der Nacht) ging es dann an den Strand von Torre Chianca, nicht weit von Lecce entfernt. Dort war einiges los, scheinbar ist das im Sommer eine populäre Freizeitbeschäftigung. Schnell waren die Zelte aufgebaut, eine Feuerstelle entfacht, und die ersten Biere wurden geöffnet. Auch Lambrusco und irgendwas selbstgemachtes, an Sangria erinnerendes Gebräu gingen herum, den Namen hab ich leider vergessen. Zweimal flog der Polizeihubschrauber über uns drüber. Langsam wurde es schließlich hell, und ich genoss es, biertrinkend (und twitternd) bloßfüßig am Strand zu stehen und vom warmen Wasser der Adria umspült zu werden. Der Sonnenaufgang war einfach herrlich (ich hoffe, die Analogfotos, die ich davon gemacht habe, werden was!), und schließlich wurde der “Abend” noch mit einer kleinen Runde Strandfußball beendet, bis wir erschöpft in die Zelte fielen. Länger als etwa eine Stunde konnte ich jedoch nicht schlafen, sodass ich, auf die Anderen wartend, den Strand auf und ab wanderte, im Meer watete und jede Menge Muscheln sammelte.

Schließlich stand auch die restliche Meute auf, während sich der Strand mit Familien und alten Leuten füllte. So frühstückten wir also was, und verbrachten bis zum Nachmittag den Tag am Strand. Mangels Badehose bin ich einfach mit meiner kurzen Hose rein, dabei wäre mein Reisepass fast abgesoffen… er ist aber gut getrocknet und hat’s überstanden.

Am späten Nachmittag, als ich wieder in meiner Unterkunft ankam, bemerkte ich erst, was für einen schweren Sonnenbrand ich mir auf den Beinen zugezogen hatte. Und an dem leide ich immer noch, dem wohl schwersten und schmerzhaftesten Sonnenbrand in meinem Leben. Aber egal, bei dieser tollen Nacht und demtollen Tag ist das verkraftbar.

Also, Leute: wenn ihr in Apulien seid: an den Strand, Lagerfeuer, campen, Spaß haben! Für mich war’s zweifellos so ziemlich das tollste und verrückteste, das ich in Apulien erlebt habe.

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Thu
12
Aug '10

Gallipoli

Tja, Gallipoli… nachdem mir das von mehreren Seiten empfohlen wurde, bin ich da mit “Salento in Bus” hingefahren. “Salento in Bus” ist eine Aktion im Sommer, wo auf verschiedenen Strecken etliche Orte im Salento abgefahren werden. Das Hauptproblem ist allerdings, dass man dazu quasi keine Information kriegt, lediglich die Übersicht über die Linien und die Fahrtzeiten. In Lecce musste ich mich herumfragen, um die nächste Haltestelle zu finden, wo aber immerhin ein kleines Kassenhäuschen war, sowie die gleiche Streckeninformation wie auch schon im Internet.

Also habe ich mich gewagt, so einen Bus zu nehmen, und war innerhalb von 45 Minuten in Gallipoli. Leider hielt der Bus etwas ausserhalb, sodass ich erst mal in den relevanten Stadtkern reinfinden musste. Die historische Altstadt selbst… nun ja… nicht wirklich spannend. Kathedrale und Museum, die beiden großen Sehenswürdigkeiten dort, hatten beide zu, der meiste Rest war ziemlich touristisch. Und die Restaurants und Pizzerien waren ebenfalls entweder geschlossen oder heillos überrannt. Nach einer zweiten Runde durch die Altstadt habe ich dann schließlich in ein Restaurant mit freien Plätzen und einer interessanten und gleichzeitig preislich akzeptablen Speisekarte gefunden, wo ich mir zuerst rohe Miesmuscheln, Austern (ich vermute mal, dass es solche waren), Seeigel (garnicht mein Fall, obwohl ich sonst fast alles probiere), und nachher Gnocchi in einer Garnelensauce gegeben habe, sowieso zum Abschluss ein Glas feinen Limoncello, “hausgemacht”, wie der Kellner betonte.

Schließlich ging es nach diesem eher enttäuschenden Besuch in Gallipoli zurück zur Abfahrtstelle von Salento in Bus. An ausgehängten Abfahrtszeiten waren nur die für die Linie 104 zu finden, meine richtige wäre die 108 gewesen. Mit viel Mühe konnte ich aber trotzdem noch rausfinden, dass der 104er genauso nach Lecce zurückfährt (auch wenn er 2 Stunden statt 45 Minuten braucht), und dass der nächste 108er wohl erst in 2 Stunden kommt. Nachdem 2 Stunden Fahrt angenehmer sind als 2 Stunden Warten in brütender Hitze, bin ich mit dem “langsamen” Bus gefahren, und wurde dafür mit einer schönen Fahrt entlang der Ionischen Küste belohnt.

Fazit: Gallipoli nicht zu empfehlen, Salento in Bus einfach nur chaotisch, nicht so ein toller Tag. :-/ Naja.

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Mon
9
Aug '10

Ostuni

Heute stand Ostuni am Programm, die “weiße Stadt”, gelegen auf der Strecke zwischen Bari und Brindisi.

Das besondere Merkmal dieses Ortes ist, dass die Altstadt auf einem Hügel liegt, und – bedingt durch die vielfache Kalkung – in strahlendem Weiß schon von weiter Ferne zu sehen ist. Erreichbar ist Ostuni mit dem Zug, wobei der Bahnhof etwas abgelegen liegt, d.h. je nach Reiseführer oder lokaler Auskunft ca. 3 bis 4 km. Es existiert zwar eine Busverbindung, aber wenn man ankommt, und einem mitgeteilt wird, dass der nächste Bus erst in ca. 1,5 Stunden kommt, dann entscheidet man sich doch lieber zu gehen…

Wer das selber probieren sollte, dem kann ich nur sagen: macht es, tatsächlich ist man innerhalb von 40 Minuten bei der Altstadt angelangt. Beim großen Kreisverkehr hat man die Möglichkeit, entweder links oder gerade aus weiterzugehen, ich empfehle links, weil es etwas kürzer ist, und man dann nicht einmal die Straßenseite wechseln muss. Der Rückweg geht noch mal 10 Minuten schneller, weil es bergab geht.

Die historische Zentrum von Ostuni als solches ist einfach traumhaft. Man hat nicht nur einen großartigen Blick auf die umliegenden Olivenhaine, Industrie und die Adria, auch die enge, in die vergleichsweise steile Felswand gebaute Stadt ist einfach sehenswert. Fast schon erinnert es an Griechenland, wäre da nicht dieses doch deutlich andere Aussehen von Türen und Fenstern und dieser irgendwie “typisch italienische” Pep.

Mit den Sehenswürdigkeiten hatte ich nicht allzuviel Glück: die Kirche hat im Vergleich zu den Öffnungszeiten aus dem Reiseführer ihre um eine Stunde nach hinten verschoben, das Archäologie-Museum (hatte ich schon erwähnt, dass es in der Gegend etliche davon gibt?) überhaupt keine angeschlagen, und es war auch nicht rauszufinden, ob das Museum überhaupt noch so wirklich existiert.

Also ging es auf den “Hauptplatz” am südlichen Rande des historischen Zentrums, zu Pizza, Bier und Eis, und dann wieder zurück zum Bahnhof.

Blick von Ostuni auf die umliegende Landschaft

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Mon
9
Aug '10

Blick aus meinem Zimmer in Lecce

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Fri
6
Aug '10

Brindisi

Heute war als Besuchsort Brindisi dran, unter anderem, weil man’s unter dem Namen “Brundisium” aus dem Latein-Lehrbuch kennt. Die Fahrt dorthin war relativ problemlos, da Brindisi knappe 30 Minuten mit dem Regionalzug von Lecce entfernt ist. Da fährt man einfach mal hin, schaut sich um, und kann dann wieder gehen.

Auch Brindisi ist ein Ort, der deutlich militiarisiert ist. Das merkt man etwa daran, dass die Burg von Brindisi Standort von irgendeinem Militärkommando ist (Marine?), und im Hafen etwa ein Kriegsschiff angedockt war. Und auch so waren auf der Straße mehr als genug uniformierte Leute zu sehen.

Das Sehenswerte an Brindisi ist eigentlich schnell durchgegangen: zum einen der Hafen von Brindisi, der in seiner Grundform natürlich ist und daher schon seit der Antike den Standort prädestiniert als Hafen machte. An Sehenswürdigkeiten gibt es etwa eine alte römische Säule zu sehen, von der sich die Reiseführer nicht sicher sind, ob das jetzt eine der zwei Endsäulen der Via Appia in Brundisium war (die andere Säule steht übrigens in Lecce), oder nicht doch einfach eine Markierung der Hafenanlage, die auch vom Meer aus zu sehen war.

Weiter drinnen in der Altstadt sind (wieder mal) diverse Kirchen zu sehen, von denen ich allerdings nur eine besichtigt habe (in einer anderen fand grad eine Hochzeit statt, die anderen waren einfach geschlossen), und zwar die Chiesa San Giovanni al Sepolcro, besonders erwähnenswert wegen der zu besichtigenden Wandmalereien aus dem 11. bis 14. Jahrhundert.

Das archäologische Museum (fast jede Stadt hier scheint eines zu haben, aus gutem Grunde) war leider zu, also blieb sonst nur ein Mussolini-Denkmal von 1940. In Österreich und Deutschland wäre etwas vergleichbares völlig undenkbar, dass sowas noch stehen würde.

Die Via-Appia-Säule

Den Abschluss bildete schließlich ein üppiges Menü von großartigen Meeresfrüchten-Antipasti und gegrilltem Schwertfisch direkt am Hafen, sowie ein gemütlicher Spaziergang zurück zum Bahnhof. Dort wurde ich dann völlig ohne Anlass von zwei Polizisten angehalten, mein Ausweis wurde kontrolliert, und Name, Passnummer und Geburtsdatum niedergeschrieben. Die Frage nach dem Grund sparte ich mir, weil die Kommunikation mit ein paar Brocken Italienisch und Englisch eher schlecht als recht funktionierte. Naja, jetzt stehen die Daten wohl in irgendeiner italienischen Datenmüllhalde. Außer natürlich meine alternative Theorie trifft zu, und ich wurde “nur” kontrolliert, um bei den weiteren Kontrollen der auch vielen auf dem Bahnhof anwesenden schwarzafrikanischen Migranten ein Alibi zu haben, kein “racial profiling” durchgeführt zu haben.

Dann ging es wieder zurück nach Lecce, wieder knapp 30 Minuten Fahrt, bei der die Kontrolleurin noch nicht einmal meinen Fahrschein sehen wollte.

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Fri
6
Aug '10

Polizia delle Comunicazioni

Warum haben die eigentlich einen Klammeraffen im Logo?

Die italienische Wikipedia schreibt, dass die dafür zuständig sind, illegale Aktivitäten in Kommunikationsnetzen, insbesondere dem Internet, zu verfolgen, von Identity Fraud bis Urheberrechtsverletzungen. Klingt nach einer tollen Schnüffelbehörde mit Generalbevollmächtigung. :-/

Gesehen in Brindisi.

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Thu
5
Aug '10

Lecce

Vorgestern und gestern waren relativ unspannend. Vorgestern habe ich mir zuerst ein Zimmer in Lecce gesucht, was mit einem Stress verbunden war, weil die meisten Pensionen und Anbieter von Bed&Breakfast kein Englisch können und/oder kein Zimmer frei haben. Also hab ich mir ein Zimmer bei dem genommen, der ein Zimmer frei hat und auch noch Englisch konnte. :-)

Praktischerweise ist das Zimmer direkt am Rand der Altstadt, in der Verlängerung der Straße, die vom Bahnhof wegführt, insofern ideal um in die Stadt zu gehen als auch um Ausflüge in die Umgebung zu machen.

Den gestrigen Tag verbrachte ich dann mit nicht viel mehr als mit dem Zug von Bari nach Lecce zu fahren (weniger als 2 Stunden dauert das, und kostet mit dem Regionalzug bombige EUR 8,60; bei der Preisstruktur können sich Deutsche Bahn und ÖBB echt was abschauen), die unmittelbare Umgebung zu erkunden, d.h. Bank, Supermarkt und Internetcafe zu finden, mich ein wenig auszuruhen, und dann entspannt in der Altstadt von Lecce zu dinieren.

Heute ging es dann endlich “so richtig” nach Lecce rein, aber nicht, bevor ich WLAN auf dem mitgenommenen eeePC einzurichten, das nämlich im Zimmerpreis inkludiert ist, wie mir der Betreiber so nebenbei beim Frühstück erzählte. Die meisten Sehenswürdigkeiten in Lecce sind gut zu Fuß zu erreichen, jede Menge beeindruckende Kirchen, aber auch ein paar Museen, wie etwa das Cartapesta-Museum, das die Herstellung der für Lecce typischen Pappmaché-Figuren sowie einige Exponate zeigt (Eintritt frei, BTW), oder das Museo Archeologico, das archäologische Funde aus der Umgebung zeigt, d.h. v.a. Steinzeit bis Antike. Letzteres Museum ist leider etwas chaotisch, alles ist auf italienisch, niemand dort kann englisch, und einige Teile des Museums sind eigentlich nicht geöffnet, aber wenn man die Hinweisschilder dezent ignoriert, und einfach daran vorbeigeht, kriegt man auch etliche interessante Stücke zu sehen. :-) Der Eintritt im archäologischen Museum war übrigens auch frei.

Heute hab ich auch gemerkt, dass mit der Zeit das “Kirchen schauen” auch langweilig wird, insbesondere bei der Masse an Sakralbauten, die sich allein in der Innenstadt tummeln.

Die Pläne für die nächsten zwei Tage bestehen übrigens darin, zwei der drei Orte Brindisi, Ostuni und Gallipoli zu besuchen. Mal schauen, was draus wird…

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Thu
5
Aug '10

Vespa in den Straßen von Lecce

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